Tote und Hinterbliebene

Vom Wasser mitgerissen, vom Holz erschlagen - Die Gefahren der Trift
Tote und Hinterbliebene

Wie viele Arbeiter genau bei der Trift an der Ilz gestorben sind, weiß man nicht. Es gibt aber Dokumentationen über das Unglück einiger Arbeiter und ihrer Familien, wie hier den Brief des Zwieseler Forstmeisters an die Kammer der Finanzen der Königlichen Regierung von Niederbayern. Hierin schildert er im Jahre 1837 den Tod Josef Schönbergers, einer der besten Trifter, und fleht um eine Unterstützung für dessen hinterbliebene Familie, die nun von der Armut bedroht war: 

Kolik dělníků zemřelo při plavení na Ilzu, není známo. Existuje ale celá řada dokumentů, které zachycují neštěstí, jenž postihla některé dělníky a jejich rodiny. O tom svědčí například dopis lesního mistra z Zwieselu, který byl adresovaný finanční komoře Královské vlády v Dolním Bavorsku. Zde popisuje smrt jednoho z nejlepších plavičů Josefa Schönbergera, který zemřel roku 1837 a prosí o finanční podporu jeho rodiny, jenž se nyní nacházela na pokraji chudoby: 

Osud vdovy Schönbergerové

Quelle: Karl-Heinz Hellinger: "Holzen und Triften für Bischof und König - Die Holztrift auf der Ilz", Edition Töpfl, Tiefenbach, 1990, S. 51.
Bildquelle: Staatsarchiv Landshut, Signatur: Regierung von NB Kammer der Finanzen A 8891_0001

Stadtarchivar Richard Schaffner über die Gefahren der Triftarbeit

Zum Wohl der Triftarbeiter wurden 1860 die ersten privaten Waldarbeiter-Unterstützungsvereine gegründet. Im Laufe der Jahre verbesserte sich die Situation der Arbeiter weiterhin und um 1900 bestanden Waldarbeiterhilfskassen als Kranken- und Begräbniskassen, als Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisenkassen.

Quelle: C. Schmöller, J. A. Volland: "Anmutiges Waldland", "Steckerleswald", Wirtschaftswald, Naturreservat - ein (mehr historischer) Streifzug durch die bayerischen Waldungen, In: Bayerns Wälder. 250 Jahre Bayerische Staatsforstverwaltung. Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur, Bd. 27.  Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg 2002, S. 53.