Erfolg in Vimperk

Erfolg, Zerfall und Neugeburt
Erfolg in Vimperk

Bild: Olena Yefimenko

Johann Steinbrener, geboren am 17. Juli 1835, hatte schon immer eine Vorliebe für Bücher. Ein Studium war finanziell unmöglich, dadurch fiel seine Berufswahl auf die Buchbinderei. Am 1. Januar 1855 eröffnete der junge Buchbindermeister in seinem Geburtshaus seine eigene Buchbinderwerkstätte, die mit einem Buchladen verbunden war. Was sich daraus entwickeln wird und welche Rolle dieser Schritt noch Generationen nach ihm spielt, kann Steinbrener zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ahnen.

Sein Ur-ur-Enkel erzählt im Interview über die Anfänge des Familienunternehmens:

Geschichte

Bilder: J. Steinbrener, Olena Yefimenko

Man könnte jetzt meinen, dass Johann Steinbrener der Erfolg zu Kopfe steigen würde, doch er blieb bodenständig. Wenn nicht sogar noch mehr als das: Steinbrener setzte sich sehr für seine Mitbürger ein, beispielsweise unterstützte er die Krankenpflege seiner Heimatstadt und gründete einige karitative Einrichtungen. Als der damalige Kaiser ihn zu einem Adeligen machen wollte, lehnte Johann Steinbrener dankend ab. Auch deshalb brennt sich die Aussage seines Nachfahren: “Er war ein einfacher Mann und wollte auch ein einfacher Mann bleiben” besonders bei uns ein. Dieser Satz dürfte den Gründer der Marke J.Steinbrener wohl sehr treffend beschreiben.

Das Unternehmen läuft lange Zeit erfolgreich, doch am Ende des Zweiten Weltkrieges bleibt auch die Familie Steinbrener nicht von den Folgen verschont…