Die Optischen Werke in Neuern

Durch die Brille betrachtet - Eine Aussiedlung aus dem Böhmerwald
Die Optischen Werke in Neuern

Bildquelle: Muzeum Královského hvozdu v Nýrsku/ Böhmerwaldmuseum Passau/ Nina Dworschak

Ich, Hanna Schmidt, liebe meinen Beruf. Wichtige Fragen stellen, auf spannende Geschichten stoßen, interessante Menschen kennenlernen. Meine Interviews bereite ich immer sehr genau vor. Bei meiner Recherche für das Gespräch mit Franz Fremuth notierte ich mir folgende Informationen über die ehemaligen Optischen Werke in Neuern: 

„Die Firma wurde in den 1880er Jahren von den Brüdern Wilhelm und Eduard Eckstein in Wien gegründet. Sie befasste sich von Anfang an mit der Herstellung und dem Vertrieb von optischen Erzeugnissen und Geräten. 1900 wurde in Neuern dann eine Mühle gepachtet, in der sich bereits eine Schleiferei für optische Gläser befand. Herr Wilhelm Eckstein führte das damalige Werk aus kleinen Anfängen und Verhältnissen zum bedeutendsten Unternehmen des Gerichtsbezirks Neuern. Das Unternehmen wuchs bis zum Kriegsausbruch 1914 stark und hatte einen Beschäftigtenstand von ungefähr 350 Mitarbeitern. Trotz der nicht leichten Lage stand das Unternehmen gegen Ende des Ersten Weltkriegs auf festen Füßen. In der ersten Hälfte der 1920er Jahre trat Herr Reiner aus Wien, ein Jude, als Gesellschafter in das Unternehmen ein. Der Export spielte eine große Rolle.“

Quelle: Muzeum Královského hvozdu v Nýrsku

Mehr Informationen konnte ich nicht herausfinden. Ich hoffe damals sehr auf einen Rückruf von Herrn Fremuth.