Harbke

Kunst, die Grenzen überwindet
Harbke

Das „Gehirn“ ist ein Kunstwerks des Schweizers Silvan Baer. Auf einer Fläche von fünf Hektar, zwischen Helmstedt und Harbke, hatte der Künstler rund 5.700 Stahlbügel aufgestellt, und sie mit Plastiktüten in fünf Farben überzogen. Der Clou: der Grenzzaun, der West- und Ostdeutschland voneinander trennt verläuft mitten durch das Kunstwerk. Damit sein „Gehirn“ entstehen konnte, engagierte der Künstler 20 Arbeiter - die Hälfte kamen aus der Schweiz, die andere aus der DDR, eine Frau kam auch aus der Bundesrepublik Deutschland. Die Bauweise des Kunstwerkes war raffiniert: nach einem genau festgelegten Rastersystem wurden die Bügel in den Boden gedrückt. Mit dem Gehirn wollte Silvan Baer zeigen, dass man Grenzen überwinden kann - nicht nur die Äußeren sondern auch die Inneren. Das Problem seines Kunstwerks: so richtig erfahrbar war es nur aus der Luft. Deswegen bat Baer die Britischen Dienststellen, um eine Flugerlaubnis – um sein Gehirn vorstellen zu können. Doch die Briten gestatteten nicht, dass Hubschrauber über die Grenze fliegen, um Fotos seines Kunstwerkes zu machen – wem genau dies aber gelang war: Hans Kabon. Er flog mit einem Drachenflieger ohne Erlaubnis über das Kunstwerk. Seine beeindruckenden Aufnahmen zeigte er der Gruppe von #ggelmstedt. Quellen: Braunschweiger Zeitung, 04.04.1990 Braunschweiger Zeitung, 12. 04.1990
Kunst, die Grenzen überwindet
Characters & partners
Silvan Baer
Character in the story
Hans Kabon
Character in the story
Authors & co-authors