Erich Mielke

Erich Mielke

Character in the story

Erich Mielkes letzte Rede vor der Volkskammer 1989

„Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setze mich doch dafür ein“, sagte Erich Mielke vor der Volkskammer 1989. Der Politiker und Staatschef der ehemaligen DDR war bekannt für seine großräumigen Spitzel –und Überwachssysteme. Als Minister für Staatssicherheit verschärfte er über die Jahre die Überwachungsaktionen, die bald schon jeden Lebensbereich der DDR-Bürger durchdrang.

Schon sehr früh kam er zum Kommunismus. Bereits im Alter von 14 Jahren trat er "Kommunistischen Jugendverband Deutschlands" (KJVD) bei, um knapp vier Jahre später in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), einzutreten. Schließlich ging er an die Lenin-Schule in Moskau und wurde dort politischer Lektor für militärpolitische Fragen.

Als Chef der Staatssicherheit gilt er zwar nicht als oberster Jäger der DDR – das war immer noch Erich Honecker – aber er galt mit Sicherheit als der brutalste. Hört man sich einige öffentliche Reden Mielkes an, fallen Floskeln wie „kurzer Prozess“, "Abweichler" und westliche "Banditen" immer wieder auf. Mielke war und blieb bis zum Schluss reiner Stalinist, der versuchte seine Ideologie als brutale Moral durchzusetzen. Er verletzte mit seinen nicht vertretbaren Überwachungsaktionen tausende Menschenrechte und wird als blinder "Kämpfer an der unsichtbaren Front" in Erinnerung bleiben.