Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung

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Reiner Kunze über die Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung

Im Umfeld meiner Bücher haben sich in den vergangenen fünfzig Jahren u.a. historisch aufschlußreiche Bild- und Tondokumente, Briefe, Kopien, von Originalakten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und Werke zeitgenössischer Bildender Kunst angesammelt, die nachvollziehbar machen, was es hieß, sich der alle Bereiche des Lebens durchdringenden Bevormundung und geistigen Unterdrückung einer Diktatur zu erwehren, und die nachträgliche Verklärung dieser Diktatur ebenso ad absurdum führen wie die Verblendung vieler Intellektueller im Westen, die in den totalitären Staaten des Ostens einen Fortschritt für die Menschheit sahen. Die Stiftung soll sicherstellen, daß diese Dokumente und Kunstwerke nach unserem Tod beisammen bleiben und in unserem Haus in Daueraustellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Dokumentiert werden soll der Hintergrund der Bücher, das Erlebte, aus dem die Bücher hervorgegangen sind, und von dem heute die meisten Menschen kaum noch etwas wissen.

Das im Portal Grenzgeschichten abgebildete Archivmaterial der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung kann vorerst nur im Internet gezeigt werden, da sich die Stiftung noch im Aufbau befindet.

Der von der Dichterin Prof. Dr. Young-Ae Chon und ihrer Familie gestiftete Pavillon auf dem Gelände der Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung wurde 2011 in Seoul nach dem historischen Vorbild gebaut, in seine Einzelteile zerlegt und per Schiff auf den Weg nach Bremerhaven geschickt, von wo aus ihn im Januar 2012 ein Sattelschlepper nach Erlau brachte. Hier nahmen ihn eigens eingeflogene koreanische Zimmerleute und Spezialdachdecker, der Architekt und Angehörige der Stifterfamilie in Empfang. Der Bau wurde im April vollendet. Seine Botschaft: Der Pavillon soll die Kraft der Poesie bezeugen, Kontinente miteinander zu verbinden, und mahnend an das gemeinsame Schicksal Koreas und Deutschlands erinnern - an Teilung und Diktatur.

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