Repressive Heimerziehung der DDR - Geschlossener Jugendwerkhof Torgau
"Freundschaften" im GJWH Torgau

Titelbild: Der Geschlossene Jugendwerkhof nahm bis zu 60 Jugendliche auf. In den ersten beiden Etagen waren die Jungs untergebracht und in der oberen Etage die Mädchen. Bildquelle: Archiv Gedenkstätte GJWH Torgau.

Die Möglichkeiten für "Belobigungen" waren im GJWH Torgau sehr bescheiden. Da beispielsweise Denunziationen mit begehrten Freizeitvergünstigungen belohnt wurden, gab es unter den Jugendlichen oft großes Misstrauen. Das angewandte Prinzip der Kollektiverziehung führte dazu, dass "Leistung und Verhalten" jedes Einzelnen auf seine Gruppe zurückfiel. Entsprechend groß war der Druck. Im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau waren Freundschaften laut Aussagen von Zeitzeugen kaum denkbar.

Zeitzeuge Alexander Müller: Freundschaft war unmöglich